Die Solarpflicht in Deutschland wird zunehmend ausgeweitet und betrifft immer mehr Eigentümer. Ob Neubau, Dachsanierung oder Gewerbegebäude: Wer 2026 baut oder sein Dach erneuert, sollte die aktuellen Regelungen kennen. Wir geben einen Überblick.
Was ist die Solarpflicht?
Die Solarpflicht, oder auch PV-Pflicht, schreibt vor, dass bei bestimmten Bauvorhaben eine Photovoltaikanlage installiert werden muss. Sie ist in Deutschland Ländersache – es gibt also keine einheitliche Bundesregelung, sondern unterschiedliche Vorgaben je nach Bundesland.
Was gilt 2026?
Für Privatpersonen
In mehreren Bundesländern gilt die Solarpflicht bereits beim Neubau von Wohngebäuden – und 2026 weitet sie sich weiter aus:
- NRW: Seit Januar 2026 gilt die Pflicht auch bei vollständiger Dacherneuerung von Bestandsgebäuden. Für Ein- und Zweifamilienhäuser reicht eine Anlage ab 3 kWp.
- Baden-Württemberg: Pflicht gilt bereits seit 2022 für Neubauten und seit 2023 für Dachsanierungen.
- Hamburg: Seit 2024 auch für Bestandsgebäude bei vollständiger Dacherneuerung.
- Niedersachsen: Seit 2025 für alle Neubauten und Dachsanierungen mit mehr als 50 m² Dachfläche.
- Bayern: Seit 2025 eine Soll-Vorschrift für neue Wohnhäuser – nicht verpflichtend, aber empfohlen.
- Rheinland-Pfalz: Neubauten müssen „PV-ready“ ausgebaut werden – also für eine spätere Installation vorbereitet sein.
Für Gewerbe
Gewerbliche Gebäude unterliegen in vielen Bundesländern bereits strengeren Regelungen als private Wohnhäuser:
- NRW: Seit 2024 Pflicht für alle neuen Nichtwohngebäude, ab 2026 auch bei vollständiger Dachsanierung von Bestandsgebäuden.
- Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen: Gewerbliche Neubauten sind bereits seit mehreren Jahren verpflichtet.
- EU-Gebäuderichtlinie: Ab Ende 2026 kommt die Solarpflicht für neue öffentliche und gewerbliche Gebäude auf EU-Ebene – ab 2029 auch für Wohnneubauten.
Solarpflicht 2026: Was gilt in Rheinland-Pfalz?
Für Bauherren in der Region gilt: Rheinland-Pfalz hat eine „PV-ready“-Pflicht eingeführt. Das bedeutet, dass bei Neubauten und Dachsanierungen die technischen Voraussetzungen für eine spätere PV-Installation geschaffen werden müssen – auch wenn noch keine Anlage verpflichtend ist. Eine gute Gelegenheit, direkt mit der Installation zu starten.
Warum jetzt handeln?
Unabhängig von der gesetzlichen Pflicht gibt es gute Gründe, nicht zu warten:
- Die Einspeisevergütung sinkt halbjährlich um 1 % – wer früher installiert, sichert sich bessere Konditionen für 20 Jahre.
- Ab 2027 plant der Bund, die feste Einspeisevergütung für neue kleine Anlagen durch marktorientierte Modelle zu ersetzen.
- Die 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen gilt weiterhin unbefristet.
- Wer sein Dach saniert und gleichzeitig eine PV-Anlage installiert, spart Gerüst- und Montagekosten.
Unser Tipp
Ob Sie bauen, sanieren oder einfach Stromkosten senken wollen – Solar Conze berät Sie kostenlos und unverbindlich. Als regionaler Partner aus dem Westerwald kennen wir die lokalen Gegebenheiten und begleiten Sie von der Planung bis zur Inbetriebnahme.
Jetzt Beratungsgespräch vereinbaren: solar-conze.de/kontakt
Stand: April 2026. Regelungen können sich je nach Bundesland ändern – wir empfehlen, die aktuellen Vorgaben Ihres Bundeslandes vor Baubeginn zu prüfen.



